Pferd einäschern: Wie viel Asche bleibt – und wie Sie einen Teil zu Hause behalten können
Ein Pferd ist oft über viele Jahre Partner, Freund und Teil der Familie. Wenn der Abschied kommt, wünschen sich immer mehr Pferdemenschen eine Einäscherung, um ihrem Tier auch danach nah zu bleiben. Dabei taucht fast immer dieselbe Frage auf: Wie viel Asche bleibt eigentlich übrig – und was macht man damit? In diesem Beitrag haben wir die wichtigsten Antworten für Sie zusammengetragen.
Ist die Einäscherung eines Pferdes in Deutschland erlaubt?
Ja. Lange Zeit mussten verstorbene Pferde in Deutschland in die Tierkörperbeseitigung. Seit einer Gesetzesänderung, die 2017 in Kraft getreten ist, dürfen Pferde und Ponys auch in dafür zugelassenen Tierkrematorien eingeäschert werden. Inzwischen gibt es mehrere spezialisierte Pferdekrematorien in Deutschland und im benachbarten Ausland.
Einige Formalitäten gehören dazu: In der Regel ist eine Genehmigung des zuständigen Veterinäramts nötig, und der Tierarzt muss bestätigen, dass das Pferd an keiner ansteckenden Krankheit gelitten hat. Außerdem wird der Equidenpass nach dem Tod entwertet. Viele Krematorien unterstützen Sie bei diesen Schritten – fragen Sie ruhig direkt nach.
Wie viel Asche bleibt von einem Pferd?
Deutlich mehr, als die meisten erwarten. Bei einem mittelgroßen Pferd bleiben etwa 20 bis 30 Kilogramm Asche, das entspricht einem Volumen von rund 20 Litern. Bei Ponys ist es entsprechend weniger, bei großen Warmblütern oder Kaltblütern eher mehr. Entscheidend sind vor allem Größe und Knochenbau des Tieres.
Die Asche ist übrigens nicht fein wie Kaminasche, sondern eher grobkörnig. Nach der Einäscherung werden die verbliebenen Knochenreste gemahlen. Meist erhalten Sie die Asche in einem verschlossenen, verplombten Beutel zurück – oder in einer Urne bzw. Box, die Sie beim Krematorium auswählen.
Nur bei der Einzeleinäscherung erhalten Sie die Asche zurück
Wichtig zu wissen: Die Asche Ihres eigenen Pferdes bekommen Sie nur bei einer Einzeleinäscherung. Bei einer Gemeinschaftseinäscherung werden mehrere Tiere zusammen eingeäschert und die Asche gemeinsam beigesetzt. Wenn Ihnen ein Erinnerungsort zu Hause wichtig ist, sprechen Sie das bitte schon bei der Anmeldung an.
Was tun mit so viel Asche?
20 Kilogramm Asche sind nichts, was man einfach ins Regal stellt. Viele Pferdebesitzer entscheiden sich deshalb für eine Kombination:
- Ein kleiner Teil bleibt zu Hause – als stiller Erinnerungsort im Wohnzimmer, im Flur oder in der Sattelkammer.
- Der größere Teil wird beigesetzt, zum Beispiel auf einem Tierfriedhof oder in einer Gemeinschaftsstätte, die manche Krematorien anbieten.
- Beisetzen oder Verstreuen an einem vertrauten Ort, etwa auf dem eigenen Grundstück. Die Regeln dafür unterscheiden sich je nach Bundesland und Gemeinde – erkundigen Sie sich vorher bei Ihrer Gemeinde oder dem Veterinäramt.
Manche Krematorien geben auf Wunsch auch nur eine Teilmenge zurück und kümmern sich um den Rest. Auch das lohnt sich, vorab zu klären.
Eine kleine Menge zu Hause aufbewahren – so gelingt es
Wenn Sie die Asche selbst aufteilen möchten, nehmen Sie sich dafür Zeit und einen ruhigen Moment. Ein paar praktische Tipps:
- Arbeiten Sie an einem windstillen Ort, am besten über einer Unterlage oder einem Tablett.
- Ein kleiner Löffel und ein Trichter helfen, die Asche sauber umzufüllen. Einmalhandschuhe sind angenehm, aber kein Muss.
- Verschließen Sie den ursprünglichen Beutel danach wieder gut, bis der Rest beigesetzt wird.
- Wenn mehrere Menschen um das Pferd trauern – Familie, Reitbeteiligung, Stallgemeinschaft –, kann jeder eine kleine Menge als persönliche Erinnerung erhalten.
Für die Erinnerungsmenge zu Hause eignet sich eine kleinere Urne, die bewusst als Andenken gestaltet ist. Unsere Urne mit galoppierendem Pferd gibt es in mehreren Größen und mit frei wählbaren Farben, sodass sie zu Ihrem Pferd und Ihrem Zuhause passt. Wer es schlichter und besonders persönlich mag, findet in der Hufeisen-Urne ein Motiv, das die Verbindung zwischen Mensch und Pferd zeigt.
Bitte beachten Sie: Unsere Urnen aus PLA sind als Erinnerungsstücke für zu Hause gedacht und nicht für eine Beisetzung in der Erde. Wenn Sie eine größere Menge aufbewahren oder ein Modell aus einem für die Erdbestattung geeigneten Material wünschen, sprechen Sie uns gern an – das ist nach vorheriger Rücksprache möglich.
Neben der Asche tragen oft auch kleine Dinge die Erinnerung weiter: eine Strähne aus Mähne oder Schweif, das Halfter, ein getragenes Hufeisen oder das Namensschild von der Box. Sie finden neben der Urne einen schönen Platz.
Kurz zusammengefasst
- Pferde dürfen in Deutschland seit 2017 in zugelassenen Krematorien eingeäschert werden.
- Von einem mittelgroßen Pferd bleiben etwa 20 bis 30 kg Asche.
- Ihre eigene Pferdeasche erhalten Sie nur bei einer Einzeleinäscherung.
- Viele bewahren eine kleine Menge zu Hause auf und lassen den Rest beisetzen.
Der Abschied von einem Pferd hinterlässt eine große Lücke. Einen Ort zu haben, an dem die Erinnerung bleiben darf, kann dabei helfen, diesen Weg Schritt für Schritt zu gehen.